Geschichte
Eigentlich gibt es von Bad Münster am Stein-Ebernburg nur eine äußerst kurze Geschichte zu erzählen - in Stichworten: 1969 entstanden, 1978 Stadtrechte erhalten, heute Sitz der gleichnamigen Verbandsgemeinde .........
Wie das? Nun, korrekterweise existiert die Stadt in ihrer heutigen Gemarkungsgrenzen erst seit der Verwaltungsreform. Was aber nicht heißt, daß die beiden zuvor selbständigen Stadtteile keine bewegte Vergangenheit hätten - im Gegenteil. Schon die Römer und davor die Steinzeitmenschen waren von der einzigartigen Landschaft so angetan, daß sie sich hier niederließen.Später, im Mittelalter, war der Stadtteil Ebernburg - vor allem sein historischer Ortskern, den man „Altdorf„ nennt, ein recht bedeutendes Dorf. Aus dieser Zeit stammt unsere Tradition in Weinbau und Landwirtschaft. Im 14. Jahrhundert gab es sogar Pläne, Ebernburg zur Stadt zu erheben. Das klappte zwar damals nicht, aber eine „Stadtmauer„ hätte man schon zu bieten gehabt. Das Altdorf war nämlich jahrhundertlang von einem Mauerring umgeben, von dem es auch eine Verbindung zur Ebernburg gab, wo der berühmte Reichsritter Franz von Sickingen wohnte und bekannte Reformatoren der Lutherzeit Zuflucht fanden.
Der Stadtteil Bad Münster war bis ins 19. Jahrhundert mit wenigen Häusern wirklich sehr klein. Hoch oben auf den nach ihnen benannten Felsen thronten die Rheingrafen auf ihrer Burg aus dem 11. Jahrhundert. Von hieraus wurde zeitweise sogar der ganze Rheingau regiert - daher der Name Rheingrafen. Bereits in dieser Zeit wurden die Grundlagen für heutige Entwicklungen gelegt: Badebetrieb und Salzgewinnung sind nämlich schon seit dem Jahr 1478 belegt.Weitere Einnahmequellen waren die Nahefischerei, etwas Landwirtschaft und zeitweise auch der Kupferbergbau im Huttental. Doch mit dem Bau der Eisenbahnlinie 1859 ändert sich vieles. Es kamen Bade- und Kurgäste aus der ganzen Welt. Der Hochadel Europas und Künstler wie Johannes Brahms und Clara Schumann erholen und vergnügten sich in der Kuranlage. Schließlich erkannte man 1905 dem Kurort die Bezeichnung „Bad„ zu. Und das verdanken wir als anerkanntes Mineral- und Heilbad sowie als Heilklimatischer Kurort bis heute unseren radonhaltigen Solquellen.
Übrigens, hätten Sie gedacht, daß vor hundert Jahren die Grenze zwischen Bayern und Preußen mitten durch die heutige Stadt verlief?
Bad Münster am Stein - Ebernburg ist weithin bekannt als >>Perle des Nahetals<<, ein gepflegter Kur- und Ferienort am Fuße von Rheingrafenfels und Rotenfelsmassiv (327,7m), umgeben von Weinbergen, Bergen und Wäldern, einer einmalig schönen und erholsamen Natur.
Ein seit Jahrhunderten bekanntes, hervorragendes Heilbad (Thermal-Sole-Radonbad) mit herrlichen Kuranlagen, Gradierwerken, Brunnenhalle, Sole-Halle-Bewegungsbad und einem beheizten Mineral-Freischwimmbad.
Gut ausgebaute Spazier- und Wanderwege mit Ruhebänken sowie der neue Nahe-Radwanderweg führen zu lohnenden Zielen.